Aktion: Ich lese was, was du nicht liest: Jon Krakauer: In die Wildnis

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Die Gisela von Giselas Lesehimmel und ich wollten gerne gemeinsam eine Aktion starten. Und während ich noch grübelte, kam Gisela diese tolle Idee: Ich lese was, was du nicht liest! Zeig mir dein Herzensbuch!
Glücklicherweise blieben wir nicht lange alleine, denn schon kamen von überall her Herzensbücher.
Ihr seid herzlich eingeladen, euch anzuschließen – zeigt her eure Herzensbücher.

Heute möchte ich euch einen jungen Mann vorstellen, der mich sehr beeindruckt hat. Vor gut vier Jahren habe ich ihn in diesem Buch kennengelernt.

In die Wildnis

Der junge Chris McCandless war ein sogenannter „Aussteiger“. Er kam aus einer wohlhabenden Familie. Er spendete sein finanzielles Guthaben, nahm einen anderen Namen an und wanderte durch Nordamerika. Nach gut vier Monaten fand man ihn tot in Alaska.
Was war geschehen? Jon Krakauer schrieb einen fünfseitigen Artikel im „Outside“. Doch das Schicksal des jungen Mannes ließ ihm keine Ruhe. Und so machte er sich an die Arbeit.
Die Geschichte (die es wirklich gab) ist beeindruckend. Beim Lesen werde ich ein wenig an diese Crime-Sendungen erinnert, wo wahre Fälle nachgestellt werden.
Es gibt einen Haupterzähler, Jon Krakauer. Im Buch lässt er die Leute zu Wort kommen, die den jungen Mann auf seinen Tramps kennengelernt haben. Und die von ihm größtenteils schwer beeindruckt waren. Er war jemand, den man nicht in eine Schublade stecken konnte.
Einerseits verachtete er jeden Luxus, überhaupt Geld, Karriere und alles, was sich seine Eltern für ihn wünschten. Andererseits konnte er den Menschen gut das Geld aus der Tasche ziehen.
Er las immer wieder Jack London. Ließ er sich von ihm beeinflussen, ohne daran zu denken, dass Londons Geschichten nur Geschichten waren.
Im August 1992 wurde Chris McCandless tot im Eis von Alaska gefunden. Er war verhungert.

Es gibt zu dem Buch auch eine Verfilmung, mit einem grandiosen Darsteller und noch grandioseren Naturaufnahmen.

Etwas später entdeckte ich ein Buch seiner Schwester, die uns erzählt, warum Chris damals wirklich von zu Hause weggegangen ist und den Kontakt zur Familie abgebrochen hat.

Wild truth

Viele Reaktionen waren ja derart, dass der junge Chris McCandless als verantwortungslos, verrückt und leichtsinnig hingestellt wurde.
Da habe ich schon gedacht, dass die Leute den jungen Mann alle nicht verstanden haben können.

Noch mehr von meiner Meinung war ich überzeugt, nachdem ich Wild Truth: Die wahre Geschichte des Aussteiger-Idols aus „Into the Wild“ von Carine McCandless gelesen habe.
Dass überhaupt solch tolle Menschen aus den Geschwistern geworden sind, haben sie sicher nicht ihren Eltern zu verdanken.

Aber ein wenig zwiespältig denke ich an dieses Buch zurück, obwohl es toll geschrieben ist. Einerseits erzählt uns Carine, dass Chris allen Grund hatte, von zu Hause fortzugehen. Andererseits finde ich den Buchtitel etwas unglücklich gewählt, denn hauptsächlich geht es dann um ihr eigenes weiteres Leben, nachdem Chris verschwunden war. Einerseits sagt sie oft, Chris wäre mit vielem, was die Eltern nach seinem Verschwinden veranstaltet haben, nicht einverstanden. Andererseits frage ich mich, ob er damit einverstanden gewesen wäre, was seine Schwester nun mit den Büchern und dem Film auf die Beine gestellt hat.

Trotz dieser kleinen Zweifel freue ich mich, diese beiden Menschen etwas kennengelernt zu haben.

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Aktion: Ich lese was, was du nicht liest: Annemarie Selinko: Désirée

Die Gisela von Giselas Lesehimmel und ich wollten gerne gemeinsam eine Aktion starten. Und während ich noch grübelte, kam Gisela diese tolle Idee: Ich lese was, was du nicht liest! Zeig mir dein Herzensbuch!
Glücklicherweise blieben wir nicht lange alleine, denn schon kamen von überall her Herzensbücher.
Ihr seid herzlich eingeladen, euch anzuschließen – zeigt her eure Herzensbücher.

Désirée

Dieses Buch habe ich schon mal gelesen, da wohnte ich noch in Rostock, ist also schon gut 15 Jahre her und eines der Bücher, die ich nicht missen wollte. Durch eine Lesefreundin bin ich jetzt wieder drauf gestoßen worden und war seit der ersten Seite wieder gefangen.

Annemarie Selinko, 1. September 1914 in Wien geboren, starb am 28. Juli 1986 in Kopenhagen. Sie war eine österreichisch-dänische Schriftstellerin.
Désirée war ihr letztes Buch (1951) und wurde ein Weltbestseller, der in 25 Sprachen übersetzt wurde.

In diesem Buch geht es um Désirée Clary, die ehemalige Verlobte Napoleons und spätere schwedische Königin, die uns Einblick in ihr fiktives Tagebuch gibt. Durch sie lernen wir den jungen Napoleon kennen, bevor er sich selbst als Kaiser krönte und regelrecht größenwahnsinnig wurde.
Wir erfahren viel über das damalige gesellschaftliche Leben, wie beschwerlich es war, in Kutschen zu reisen, über Mode und wie es zu Beethovens „Eroica“ kam.

Und diese fiktiven Tagebucheintragungen sind so schön geschrieben, dass man nicht aufhören mag, zu lesen. Und es ist eines der wenigen Bücher, die ich sicherlich noch ein drittes Mal lesen werde.

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Aktion: Ich lese was, was du nicht liest: Marianne Macdonald: Dido-Hoare-Reihe

Die Gisela von Giselas Lesehimmel und ich wollten gerne gemeinsam eine Aktion starten. Und während ich noch grübelte, kam Gisela diese tolle Idee: Ich lese was, was du nicht liest! Zeig mir dein Herzensbuch!
Glücklicherweise blieben wir nicht lange alleine, denn schon kamen von überall her Herzensbücher.
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Kein Herzensbuch, nein, gleich eine Herzensreihe kann ich euch heute vorstellen.

Dido Hoare – Antiquariatsbuchhändlerin in London – die Frau, die meinen Traum lebt. Es ist eine abgeschlossene Reihe, zumindest ist seit Jahren kein weiterer Band erschienen und ich habe auch noch keine Info gefunden, dass noch ein Teil in Arbeit ist.

Die Reihe habe ich schon viermal gelesen und sie wird mir nicht langweilig. Dido lebt mit Mr. Spock in einer kleinen Wohnung über ihrem Laden in Islington (ein Stadtbezirk von London). Mr. Spock wird als rotbraun, orange-gestreift beschrieben. Dido hat den Laden samt Pachtvertrag und Geld für Ware von ihrem Vater als Hochzeitsgeschenk erhalten. Zwei Jahre hat sie bei Barrow and Bates gearbeitet, den großen Speziallisten für Bücher aus dem 19. und 20. Jahrhundert an der Charing Cross Road.
Zu ihrer Familie gehören noch ihr Vater Barnabas, 72 Jahre alt, ehemaliger Geheimdienstmitarbeiter, seit fünf Jahren Witwer und seit sieben Jahren pensionierter Universitätsprofessor für englische Literatur, und ihre Schwester Pat, die in St. Albas wohnt.
Außerdem hat Dido Hoare noch einen Exmann namens Davey.

Ab dem ersten Teil wird Dido in Kriminalfälle hineingezogen. Und so erleben wir sie, wie sie ihren Alltag meistert, ab dem zweiten Teil noch dazu mit Baby und ihre Nase öfter in Dinge steckt, die sie eigentlich nichts angehen und die manchmal auch ziemlich gefährlich für Leib und Leben sind. Und die Fälle haben natürlich immer etwas mit Büchern, Schriftrollen und Ähnliches zu tun.

Mir macht es einfach Spaß, sie zu begleiten und so werde ich die Reihe garantiert auch noch ein fünftes Mal lesen.

Das Einzige, was mich mal wieder unheimlich ärgert, ist der Verlag. Wie ihr im Bild sehen könnt, tanzen die letzten beiden Teile, links zu sehen, covermäßig wieder mal aus der Reihe. Aber gut, ich will mich heute Nacht nicht näher über diese Art und Weise uns Lesern gegenüber auslassen und lege euch Dido Hoare einfach ans Herz.

Die Gisela von Giselas Lesehimmel und ich wollten gerne gemeinsam eine Aktion starten. Und während ich noch grübelte, kam Gisela diese tolle Idee: Ich lese was, was du nicht liest! Zeig mir dein Herzensbuch! Glücklicherweise blieben wir nicht lange alleine, denn schon kamen von überall her Herzensbücher. Ihr seid herzlich eingeladen, euch anzuschließen - zeigt … Weiterlesen Aktion: Ich lese was, was du nicht liest: Marianne Macdonald: Dido-Hoare-Reihe

Aktion: Ich lese was, was du nicht liest: Susanne von Meiss/Reto Guntli: BücherWelten – Von Menschen und Bibliotheken

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Man sieht diesem Buch an, dass ich es schon viele Male in Händen gehalten und darin geblättert habe. Interessante Menschen und ihre privaten Bibliotheken lernen wir hier kennen. Und ein Bild ist schöner als das andere, bei manchen Fotos bleibt mir regelrecht die Luft weg.

Es sind auch alles Büchermenschen, die hier vorgestellt werden; aus Kunst & Handwerk, Buch & Handel, Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Verlegerinnen und Verleger, ein Literaturagent und unser aller liebster Literaturkritiker: Marcel Reich-Ranicki. Sie alle öffnen für unser neugieriges Auge ihre privaten Bibliotheken und plaudern.

 

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Es war schon, heute mal wieder in diesem Schatz geblättert zu haben. Bei Gelegenheit stelle ich es euch sicherlich auch näher vor.

Man sieht diesem Buch an, dass ich es schon viele Male in Händen gehalten und darin geblättert habe. Interessante Menschen und ihre privaten Bibliotheken lernen wir hier kennen. Und ein Bild ist schöner als das andere, bei manchen Fotos bleibt mir regelrecht die Luft weg. Es sind auch alles Büchermenschen, die hier vorgestellt werden; aus … Weiterlesen Aktion: Ich lese was, was du nicht liest: Susanne von Meiss/Reto Guntli: BücherWelten – Von Menschen und Bibliotheken

Aktion: Ich lese was, was du nicht liest: Kim Wilkins: Das magische Buch

Das magische Buch

Im Prolog begegnet uns Christian. Christian, der in einem Haus neben einer Leiche gefunden wird. Als die Bücher des Toten verschifft werden sollen, taucht Christian wieder auf, erleidet einen Unfall und stürzt ins Wasser.

Über 100 Jahre später erscheint er wieder und macht sich bei Holly bemerkbar. Während sie im Melbourner Humberstone College über ihren Büchern eingeschlafen ist, verschafft ihr Christian als Geist einen Höhepunkt.
Später gibt er sich ihr zu erkennen, allerdings kann sie ihn nur sehen, wenn sie in einen Spiegel schaut. Und ihr wird in seiner Gegenwart so schlecht, dass sie sich fast übergeben muss. Das passiert, da sie dadurch, dass er ihr seine Geschichte erzählt, länger in seiner Gegenwart ist.

Die Mitschüler, mit denen sich Holly ein Büro an diesem College, das jährlich nur zwei Stipendien vergibt, teilt, sind Prudence, die ein Techtelmechtel mit dem Professor hat, und Justin, dessen Tante und Onkel das College gehört und die ein Geheimnis zu umwittern scheint.

Ein Geheimnis existiert tatsächlich. Das Geheimnis um das Grimoire, mit dem Dämonen heraufbeschworen werden können. Justins Onkel will das ewige Leben erhalten und geht dafür über Leichen.
Als Holly, Prudence und Justin hinter das Geheimnis kommen, schweben sie in höchster Gefahr. Sie sind aber auch die einzigen, die die Welt vor den Dämonen retten können.

Dieses Buch ist zwar ein „Buch über Bücher“ und es war ganz unterhaltsam, aber von der Geschichte her ist es für mich kein Herzensbuch.

In mein Herz hat es es aber trotzdem geschafft, nämlich, weil es das erste Buch dieser Art war, über das ich gestolpert bin. Das war kurz nach der Wende in einem Buchladen in Rostock, in dem ich über Nacht einen Kulturschock erlitt.
Noch dazu habe ich hier das erste Mal etwas über Parapsychologie gelesen. Das Thema hat mich eine ganze Weile interessiert. Ich habe damals Bücher darüber gelesen und bin schließlich ein Fan der Serie „Akte X“ geworden.

Vor einigen Jahren hatte ich es noch einmal gelesen. Den Zauber vom ersten Lesen hat es nicht mehr, trotzdem hat es Spaß gemacht, es noch einmal zu lesen, vor allem, weil ich wirklich nicht mehr wusste, wie es endet.

Ein Aha-Erlebnis gab es dann aber ganz zum Schluss doch noch. In der Danksagung standen folgende Sätze:

Ganz besonderen Dank aber schulde ich Kate Morton, durch deren Zuneigung und unerschütterlichen Optimismus ich Dinge in mir entdeckt habe, die irgendwann in meiner Jugendzeit verloren gegangen waren. Ein Hoch auf all die vielen Male, wenn wir uns als Märchenprinzessinnen verkleideten, danke auch für die Unmengen an Pizza und Rotwein, die wir vertilgt haben.

Angesichts all der Gruselstorys, die wir uns erzählt oder gegenseitig vorgelesen haben, sowie Kates Fähigkeit, meine oft kindgemäße Vorstellungskraft ins schier Unermessliche zu steigern, ist es mir eine ganz besondere Freude, ihr dieses Buch zu widmen.

Nun weiß ich auch, was es mit der Widmung am Anfang des Buches auf sich hat:

Dieses Buch ist mit liebevollen Gedanken Prinzessin Katelyn gewidmet.

Ich hatte mich nämlich gefragt, wer diese Prinzessin wohl sein mag.

Im Prolog begegnet uns Christian. Christian, der in einem Haus neben einer Leiche gefunden wird. Als die Bücher des Toten verschifft werden sollen, taucht Christian wieder auf, erleidet einen Unfall und stürzt ins Wasser. Über 100 Jahre später erscheint er wieder und macht sich bei Holly bemerkbar. Während sie im Melbourner Humberstone College über ihren … Weiterlesen Aktion: Ich lese was, was du nicht liest: Kim Wilkins: Das magische Buch

Aktion: Ich lese was, was du nicht liest: Stickbücher

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Nach den vergangenen Wochen haben wir jetzt schon zwei Tage, an denen man wieder richtig aufatmen kann. Und wo die Temperaturen soweit gesunken sind, dass einem bei der Handarbeit nicht mehr die Nadel aus der Hand rutscht.

Von daher möchte ich euch heute meine liebsten Stickbücher zeigen. Vor ein paar Jahren habe ich wieder mit der Handarbeit begonnen. Los ging es mit dem Stricken und Häkeln. Aber irgendwie ging mir das nicht richtig von der Hand. Dann fiel mir in unserem Wollgeschäft eine Kreuz-Stickvorlage in die Hand und schon war es um mich geschehen.

Im Netz bin ich dann auf die Suche nach Literatur gegangen und habe neben vielen anderen diese tollen Bücher mit historischen Stickereien entdeckt. Ich bewundere alle Stickerinnen für ihre Kunst, die tollen Bilder, die ich im Internet finde. Aber mein Herz schlägt für die Geschichtsträchtigen.

Irgendwann bin ich bei Facebook auf (Achtung: Werbung) Sabine Taterra und ihre wundervolle Homepage aufmerksam geworden. So einige Mustertücher habe ich mir bei ihr schon gekauft und so einige werden es in Zukunft wohl auch noch. Das Tolle an dieser Seite finde ich, dass Frau Taterra zu den einzelnen Tüchern eine kleine Geschichte präsentiert von den jungen Mädchen, die diese einmal erstellt haben. Das ist unheimlich interessant.

Hier nun noch einige Bücher zu dem Thema, das mich so richtig fesseln kann und bei dem immer wieder das Herz aufgeht.

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Nach den vergangenen Wochen haben wir jetzt schon zwei Tage, an denen man wieder richtig aufatmen kann. Und wo die Temperaturen soweit gesunken sind, dass einem bei der Handarbeit nicht mehr die Nadel aus der Hand rutscht. Von daher möchte ich euch heute meine liebsten Stickbücher zeigen. Vor ein paar Jahren habe ich wieder mit … Weiterlesen Aktion: Ich lese was, was du nicht liest: Stickbücher

Aktion: Ich lese was, was du nicht liest: Robert L. Stevenson: Entführt / Catriona

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Die Gisela von Giselas Lesehimmel und ich wollten gerne gemeinsam eine Aktion starten. Und während ich noch grübelte, kam Gisela diese tolle Idee: Ich lese was, was du nicht liest! Zeig mir dein Herzensbuch!
Glücklicherweise blieben wir nicht lange alleine, denn schon kamen von überall her Herzensbücher.
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Diese Bücher sind nicht nur Herzensbücher wegen ihrer Geschichte, sondern auch wegen der Geschichte, die ich um sie herum erlebt habe:

Meine Leseerfahrungen kann ich aufteilen in „vor der Wende“ (hier habe ich schon in meiner Schulzeit die Geschichte von David Balfour, Alan Breck und Catriona gelesen) und „Nach der Wende“. Zu vielen Büchern habe ich damals gar keinen Zugriff gehabt. In der Hinsicht erlitt ich nach der Wende einen Kulturschock.
West-TV konnte ich dank einer riesigen Antenne auf dem Dach dagegen schon zu DDR-Zeiten schauen.

Manches Mal kann ich mich aber gar nicht mehr richtig dran erinnern, ob ich etwas noch vor der Wende oder erst danach gesehen habe. So geht es mir mit Robert Louis Stevensons Verfilmung Die Abenteuer des David Balfour. Und ich bin glücklich, denn ich konnte sie vor Kurzem auf DVD ergattern.
Aber von vorne.

Ich habe also diesen wunderbaren Vierteiler, der 1978 im Dezember im ZDF ausgestrahlt wurde, im TV gesehen. Und ich bin ganz ehrlich: Besonders gut hat diese Geschichte mir eigentlich wegen der tollen Filmmusik von Vladimir Cosma gefallen.

Als ich den Vierteiler sah, war an ein Aufnehmen auf Videokassette noch nicht zu denken. Und so langsam verblasste der Film und auch die Musik.
Und dann, eines Tages, denke ich, mich streift ein Bus: Nichts ahnend komme ich von der Arbeit. Steige aus der Straßenbahn und mache mich auf den Weg durch die Innenstadt nach Hause. Und auf einmal höre ich eine Musik, an die ich mich sofort erinnerte. David’s Song, so heißt dieses wunderschöne Lied, schallte mir entgegen. Aber nicht nur die Musik, auch die Stimme eines Jungen hörte ich. Dieser Junge, ich weiß nicht mehr, welcher von den Kellys er war, ja noch nicht einmal, dass er Teil der Kellys war, stand mit einem alten Mann auf der Bühne.
Ich kam aber wohl zu spät. Die beiden brachen ihre Zelte ab, verwiesen aber noch auf einen Auftritt am Abend.
Das ließ ich mir dann nicht entgehen. Ich machte mich am Abend wieder auf in die Stadt und nun lernte ich die Kelly Family kennen.

Das Buch habe ich mittlerweile öfter gelesen und es gefiel mir immer wieder aufs Neue. Diese drei stehen nun schon eine Weile in meinem Regal und da werden sie auch auf immer ihren Platz haben.

Hier könnt ihr mal reinhören in David’s Song: https://youtu.be/v3vx5TVZXic

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