Sara Paretsky: Die verschwundene Frau

Die verschwundene Frau

Lange bevor ich wusste, dass V.I. Warshawski eine Romanfigur ist, habe ich sie im TV kennengelernt. In dem Film V.I. Warshawski – Detektiv in Seidenstrümpfen. Kathleen Turner verkörperte damals die taffe Privatdetektivin. Ich fand den Film toll, gab es hier doch mal ein Pendant zu den coolen Herren der Schöpfung mit demselben Beruf.

Für Warshawski scheint dies aber nicht nur ein Beruf zu sein, sondern auch eine Berufung. Und das, wo sie nicht mehr die Jüngste ist. V.I. hat die Vierzig schon überschritten, befindet sich finanziell immer am Limit und sollte eigentlich an ihre Krankenversicherung und Altersvorsorge denken. Denn sie verfolgt nicht nur Fälle, für die sie bezahlt wird, nein, sie steckt ihre Nase auch dahin, wo nichts für sie rausspringt, es ihr aber ordentlich ans Leder gehen kann.

Wie in diesem Fall. V.I. Warshawski ist mit zwei Begleiterinnen auf dem Heimweg, als sie plötzlich auf die Bremse treten muss, weil jemand auf der Straße liegt. Eine junge Frau, die übel zugerichtet aussieht.
Nachdem die Polizei den Fall ganz normal aufgenommen hat, bekommt V.I. am nächsten Tag plötzlich Besuch von einem fiesen Cop, der ihr einen Mord anhängen will. Und V.I. kann sich noch so oft vornehmen, sich nicht weiter darum zu kümmern, in diesem Fall bleibt ihr nichts anderes übrig, da man sie von außen immer wieder mit hineinzieht. Und so beginnt sie zu recherchieren, was ihren Gegner immer gefährlicher werden lässt. So wird ihr Büro durchsucht, ihr Drogen untergejubelt, bis sie sogar wegen angeblicher Kindesentführung im Gefängnis landet. In dem Gefängnis, in dem auch die junge tote Frau war, die sie auf der Straße gefunden hat.
Und statt sich von ihrem Anwalt auf Kaution freikaufen zu lassen, bleibt sie nun drin und recherchiert weiter. Nun aber wirklich unter Lebensgefahr.

Publishers Weekly meint:
Eine Reise durch die Hölle und zurück. Einnehmend, fesselnd und voller Tempo.

Das trifft dieses Buch voll auf den Kopf. Seit dem ersten Satz wollte ich es nicht mehr aus der Hand legen.

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Ein Kommentar zu „Sara Paretsky: Die verschwundene Frau

  1. Ach, ich freue mich, dass du das Buch gelesen und vorgestellt hast! Bei mir liegt es schon seit ein paar Jahren auf dem SuB und wartet, erlöst zu werden. Hatte es schon vergessen… Ich weiß noch, als ich es gekauft hatte, dass ich es unbedingt lesen wollte und dann war so viel Leben dazwischengekommen. 😀
    GlG, monerl

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