Petra Gust-Kazakos: Gefahren des Lesens

Schon bevor das Buch richtig losgeht, finde ich mein Lebensmotto:
Sobald ich ein wenig Geld bekomme, kaufe ich Bücher; und wenn noch was übrig bleibt, kaufe ich Essen und Kleidung.

Erasmus von Rotterdam
Ob das nun klug oder dumm ist, ich kann nicht anders. Und wenn ich sehe, wer das Zitat mal von sich gegeben hat, bin ich doch gar nicht in so schlechter Gesellschaft.
Einige interessante Themen über das Lesen und Bücher hat Petra Gust-Kazakos hier zusammengetragen.
Für mich besonders spannend das Kapitel „Selbstbild, Fremdbild, Legendenbildung“, in dem es um Biografien/Autobiografien geht und ich ihr doch tatsächlich auf den Leim gegangen bin.
Bisher dachte ich ja, dass ich ein ganz normaler Mensch – Lesemensch – bin. Aber wie ich nun im Kapitel „Wenn Leser zu sehr lieben: Fakten, Zahlen, Blüten“ gelesen habe, gehöre ich zu einem „,harten Kern‘ der Viel-Leser von mehr als 50 Büchern pro Jahr“, der tatsächlich zur Minderheit in unserem Lande zählt.
Des Weiteren erfahren wir unter anderem noch über die medizinische Wirkung der Bücher auf uns, schreibt die Autorin über Blogger, Schreibratgeber, Übersetzungen und Zensur.
Gefahren des Lesens, will man so ein Buch überhaupt lesen? Und was soll am Lesen schon gefährlich sein? Petra Gust-Kazakos hat jahrelang recherchiert und dann niedergeschrieben, worin diese Gefahren liegen können. Und dies nicht nur für uns Leser, nein, auch für Autoren oder in der Übersetzung von Büchern, ihrer Bearbeitung oder gar Zensur.
Ich habe dieses Buch über Bücher mit sehr viel Interesse gelesen und für mich festgestellt, dass ich mich lesend gerne in Gefahr begebe.
Euch lege ich das Buch ans Herz und wünsche euch viel Spaß, wenn ihr euch lesend in Gefahr begebt oder zumindest viel Spaß und gute Unterhaltung beim Lesen.

 

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7 Kommentare zu „Petra Gust-Kazakos: Gefahren des Lesens

  1. Liebe Anne

    50 Bücher ist gar nichts, verglichen was andere Blogger so lesen. Über 8 Bücher im Monat komme ich selten. Bei den Bloggern bin ich Wenig-Leserin. Ansonsten überall die Viel-Leserin. Schein ein interessantes Buch zu sein.

    Liebe Grüße,
    Gisela

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  2. Ich weiß, liebe Gisela, in der geballten Masse der Leseratten klingt das wenig. Ich habe ja in guten Jahren, bevor ich mit der Handarbeit anfing, 80 bis 100 Bücher gelesen. Und dachte schon, das wäre viel. Bis ich dann mal beim Buechertreff die Monatsauflistungen gesehen habe. Da ging mir echt die Kinnlade.
    Ich wäre schon mal froh, mal wieder einen Acht-Bücher-Monat zu haben. Ich lass mich einfach zu viel ablenken.
    Aber das Buch ist wirklich interessant. Gerade durch diese Fakten und natürlich durch die Querverweise auf andere Bücher über Bücher.

    Liebe Grüße, Anne

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  3. Liebe Anne,

    auf die Rezi habe ich mich schon gefreut und mir das Buch gleich mal notiert. Leider ist es echt teuer, für 200 Seiten. Mal sehen, ob ich es über die Fernleihe bestelle kann. (Eigentlich bestellen die da nur Sachbücher über 20€).
    Ich habe ein ähnliches: Büchergrüfte – Warum Büchersammeln morbide ist und Lesen gefährlich von E. Steinhauer. 🙂 Leider bin ich noch nicht dazu gekommen, es zu lesen. Aber ich habe damals gehört, dass der Duft, den wir so lieben, vom verroteten Papier (oder Tinte?) kommt. 😀

    Danke auch für den Link. Da werd ich mal stöbern gehen.

    Ich habe mir heute früh schon ein anderen „Bücherbuch“ auf die WuLi gesetzt. Ich weiß, Du liest nicht gerne Jugendbücher, aber ich lass Dir den Link trotzdem mal da, denn der Autor ist echt toll. Er schreibt fast nur über Bücher und die zwei, die ich gelesen habe, haben mir sehr gefallen: https://meine-welt-voller-welten.blogspot.de/2018/04/r-wortwachter-von-akram-el-bahay.html?showComment=1526805050554#c689572307470161812

    Liebe Grüße und einen erholsamen Sonntag.
    Petrissa
    (PS: Bleibst Du mir (uns) denn nun erhalten? *dich mit so großen, bittenden Augen anguck, dass niemand Nein sagen kann, der ein bisschen Herz in der Burst hat* :-*

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  4. Moin, liebe Petrissa,

    oh Menno, das ist ja Erpressung. Nein, nein (wer kann denn solchen Augen widerstehen), ich bleibe. Aber ich werde Deinem Beispiel folgen und regelmäßige Pausen machen. Es ist ja nicht das Bloggen, gegen das ich was habe, es ist ganz allgemein der PC. Ich arbeite 30 Stunden die Woche an dem Gerät, da nervt er dann irgendwann, wenn ich ihn auch privat nutze. Irgendwann kommt immer ein Zeitpunkt, wo ich das Ding am liebsten aus dem Fenster werfen möchte. Und immer wenn ich jetzt merke, dass dieses Gefühl auftaucht, werde ich eine Woche Pause einlegen. Ich denke, damit fahre ich ganz gut.

    Lieben Dank auch für Deine Tipps. Den Steinhauer werde ich mir auf jeden Fall zulegen. Beim Wortwächter muss ich direkt mal schauen, ob ich das Buch nicht schon habe.

    Ich hoffe, Dir hat Deine Woche Pause gut getan.

    Liebe Grüße, Anne

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  5. *ganz breit grins*
    Das freut mich wirklich sehr. ♥

    Es war sicher auch nicht meine letzte Pause. Und ja, die Pause tat mir sehr gut. Seit Ewigkeiten kam mal wieder das Gefühl der Langeweile auf. Und das tat SO gut. Einfach auf dem Sofa lümmeln, ohne irgendwas zu tun. Ich habe in der Zeit ja auch keine Rezi Bücher gelesen. Und so hatte mein Kopf, einfach mal wieder Raum, „sich im Denken zu entfalten“. Ich weiß nicht, wie ich es anders sagen soll.
    Ich habe auch überlegt, mir ein oder zwei Tage in der Woche zu nehmen, an denen der PC ausbleibt.
    Aber seit ich wieder blogge merke ich auch, es ist echt nicht leicht. Man kann halt nicht gleichzeitig rezensieren und Kommentare beantworten und bei anderen Kommentieren.

    Liebe Grüße
    Petrissa

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  6. Ja, die Masse macht es dann. Bevor Du und die anderen Mädels mich gefunden habt, hatte ich ja kaum Kommentare. Das war ein wesentlich ruhigeres Bloggen. Aber auch wesentlich langweiliger.
    Mir ist die Anzahl der Klicks dermaßen egal, aber ich freue mich über euer Feedback.
    Aber mittlerweile kennen wir uns ja ein wenig. Und wenn es mal länger dauert, was solls. Wir wissen, dass es noch ein reales Leben gibt, das vollgepackt ist.

    Noch einen schönen Abend,
    Anne

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